Allgemeine Informationen

Ort: Riga, Lettland
Sprache: Englisch
Bewerbungsprozess: ZSA-Bewerbungsverfahren
Anerkennung: Anpassung an den Bologna-Prozess, komplett anerkannt in der EU, dem europäischen Wirtschaftsraum und weiteren Ländern.

Das Studium der Zahnmedizin an der Lettischen Universität dauert 5 Jahre und findet auf Englisch statt. Es handelt sich um ein Vollzeitstudium. Neben allgemeinen medizinischen Fächern, die die Studierenden zu Beginn des Studiums belegen müssen, werden auch alle spezifischen Gebiete der Zahnmedizin unterrichtet. Die Teilnehmer haben nach dem Studium hervorragende Jobchancen und können in der Forschung, einer Zahnklinik oder einer privaten Praxis arbeiten. Sie haben außerdem die Möglichkeit eine Zusatzausbildung zu machen.

Ort

Riga ist die Hauptstadt Lettlands und hat 699.203 Einwohner. Damit ist Riga die größte Stadt des Baltikums und der größte Ballungsraum in den drei baltischen Staaten. Die Stadt wurde bereits im Jahr 1150 gegründet. Diese langjährige Geschichte erkennt man noch heute an einigen architektonischen Bauwerken. Das Stadtbild ist von vielen historischen Gebäuden und Denkmälern geprägt. Riga ist 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerben aufgenommen worden.

Bewerbungsprozess

Um an der Lettischen Universität zu studieren, musst Du am ZSA-Bewerbungsverfahren teilnehmen. Eine Zulassungsprüfung ist nicht notwendig.

Anerkennung

Die Studiengänge der Universität sind Bologna-konform und komplett akkreditiert. Sie sind in der gesamten EU, im europäischen Wirtschaftsraum und einigen weiteren Ländern anerkannt.

Die Medizinische Fakultät der Universität Lettlands ist im Jahre 1919 gegründet worden. Nachdem die Fakultät während der Zeit der Sowjetunion geschlossen war, wurde sie im Jahr 1998 wiedereröffnet. 2008/2009 zählte man dort 851 Studierende, inklusive der internationalen Studierenden. Die Zahl wächst von Jahr zu Jahr.

An der Medizinischen Fakultät der Universität Lettlands arbeiten etwa 160 Personen, eingeschlossen 19 Professoren, 26 außerordentliche Professoren, 20 Dozenten und 4 Gastprofessoren. Der Unterricht findet an unterschiedlichen Standorten der Universität statt, unter anderem in der Uniklinik. Obwohl das Studium komplett auf Englisch ist, müssen die Studierenden Lettisch lernen, um später im klinischen Teil in der Lage zu sein, mit ihren Patienten zu kommunizieren.

An der Fakultät wird Wert auf kleine Lerngruppen gelegt, damit den Studierenden der persönliche Kontakt zu den Lehrenden gewährt ist und so jeder im Stoff mitkommt und bei Problemen oder Fragen direkt nachhaken kann. Als Studierender der Human- oder Zahnmedizin hat man die Möglichkeit, ein Erasmussemester oder eines der Praktika im Ausland zu verbringen. Die Fakultät hat zum Beispiel Kooperationen zu den Medizinischen Fakultäten in Göttingen, Santiago de Compostela, Olmütz, Helsinki oder Florenz.

Eine Zulassungsprüfung gibt es nicht. Die Zulassung zum Human- oder Zahnmedizinstudium basiert auf dem Abiturzeugnis, die Fächer die in den letzten Schuljahren belegt worden sind, die Englischkenntnisse und die Noten in Biologie, Chemie und Physik

Es gibt keine zentralisierte Akkreditierung der EU für europäische Universitäten. Die Universitäten, einschließlich der Universität Lettlands, werden national durch das Ministerium für Bildung und Wissenschaft in Anwesenheit internationaler Experten akkreditiert.

Die Studiengänge der Uni werden alle sechs Jahre offiziell neu akkreditiert. Zusätzlich werden alle Studiengänge für reglementierte Berufe wie Human- und Zahnmedizin in Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien zu reglementierten Berufen ausgearbeitet.

Zweitens ist Lettland seit 2004 EU-Mitgliedsstaat, was bedeutet, dass das Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region, üblicherweise „Lissabon-Konvention“ genannt, auch für lettische Universitäten einschließlich der Universität Lettlands gilt. Unter anderen lautet der Kernpunkt der Lissabon-Konvention wie folgt: Personen, die in einem EU-Mitgliedsstaat einen Abschluss erworben haben, ist ein adäquater Zugang zur Beurteilung dieses Abschlusses in einem anderen EU-Mitgliedsstaat zu gewähren.

Kurz gesagt – die Tatsache, dass es sich um eine offiziell akkreditierte, staatliche Universität handelt, gewährleistet in Verbindung mit der Lissabon-Konvention die Anerkennung der erworbenen Abschlüsse in allen EU- und EWR-Mitgliedsstaaten. Da auch in Lettland das ECTS (European Credit Transfer System) angewandt wird, ist nach nur einem Jahr ein Wechsel an eine andere europäische Universität möglich.

 

Hinweis zur Akkreditierung und Anerkennung des Studiums:

Hast Du Zweifel ob der Abschluss auch in Deinem Land anerkannt wird? Am einfachsten ist es, direkt die Behörden oder Berufsverbände in dem jeweiligen Land für Informationen über die Bedingungen für die vollständige Registrierung und Anerkennung des Abschlusses zu erfragen.

Der Lettischen Universität ist es ein hohes Anliegen, ihrem weltweit guten Ruf gerecht zu werden, ein hohes Bildungsniveau zu garantieren, den Studierenden eine fachlich wertvolle Ausbildung zu ermöglichen und dabei auch fächerübergreifende Themen zu vermitteln. Die Studierenden sollen nicht nur zu kompetenten und qualifizierten Humanmedizinern bzw. Zahnmedizinern ausgebildet werden, sondern auch befähigt werden, die zwischenmenschlichen Anliegen ihrer Patienten bewerten zu können und verantwortungsbewusst und empathisch ihren Aufgaben nachzugehen.

Die Entscheidung was, wo und ob man studieren möchte, ist eine der wichtigsten eines jungen Menschen, die den Verlauf des Lebens beeinflussen kann. Eine der wichtigsten Prämissen der Universität ist, dass man bei dieser Entscheidung seinen Träumen folgen sollte. Denn wenn man etwas wirklich will, dann wird man auch gut darin sein. Der Universität ist die Tragweite dieser Entscheidungen bewusst und die Verantwortung, die sie diesbezüglich trägt. Den jungen Menschen soll neben einem guten Studium aus fachlicher Sicht, auch eine großartige Studentenzeit ermöglicht werden. Gerade im Studium werden wichtige Kontakte für die Zukunft geknüpft und Freunde fürs Leben gefunden. An das Studium erinnert man sich in jeder Lebensphase gern zurück, und diese Erinnerungen sollen positiv geprägt sein.

Um den jungen Menschen dieses zu ermöglichen, bekommen sie von Anfang an die Möglichkeit, sich auch außerhalb der Kurse weiterzubilden, an Forschungsprojekten teilzunehmen oder ihr Wissen und ihre Kenntnisse in Laboratorien und Seminaren ständig weiter zu entwickeln. Ein hoher Praxisbezug und kleine Lerngruppen machen dies möglich. Eine gute Ausbildung bringt gute Mediziner hervor.

Das Studentenleben in Riga, Lettland, ist sehr lebendig und kann abwechslungsreich gestaltet werden! Mach dich mit deinen Kommilitonen auf den Weg und genießt gemeinsam die zahlreichen Freizeitangebote der Stadt.

Wie du siehst, gibt es dort viel für dich zu entdecken. Du solltest dir auf keinen Fall das interessante Studentenleben in Riga entgehen lassen. So lernst du deine Kommilitonen und neuen Freunde auch besser kennen.

Sprache:

In Lettland ist die Amtssprache Lettisch. Dennoch kann vor allem der junge Teil der Bevölkerung gut Englisch sprechen. Dein Studium, also alle Seminare, Kurse, Tests und mündliche Prüfungen, finden komplett auf Englisch statt. Du kannst mit Englisch dort gut auskommen. Da Du im klinischen Teil des Studiums auch mit Patienten in Kontakt treten wirst, wirst Du in der Universität einen Lettischkurs belegen. Außerdem ist es von Vorteil, eine Sprache richtig zu lernen, um wirklich in die Kultur eines Landes einzutauchen. Denn es ist wichtig, in dem Land, in dem man studiert, wirklich zu Leben und eine Verbindung zur Kultur aufzubauen, die für den Rest Deines Lebens hält.

Mobilität:

Riga hat einen internationalen Flughafen mit Direktverbindungen nach Deutschland und zu vielen anderen wichtigen europäischen Flughäfen. Die Stadt hat eine gute Anbindung und man ist schnell dort. Innerhalb der Stadt wirst Du keine Probleme haben, Dich fortzubewegen. Es gibt viele U-Bahnen, Busse und Züge, mit denen Du sicher und schnell jeden Ort in der Stadt erreichen kannst.

Wohnen:

Da Riga eine große Stadt ist, gibt es dort die unterschiedlichsten Wohnmöglichkeiten. Man kann alle Arten von Unterkunft finden, die Angebote sind vielfältig. Wir helfen Dir gerne dabei, in Riga eine angemessene Bleibe zu finden. Wenn Du nicht in einer eigenen Wohnung oder einem Zimmer in einer WG wohnen möchtest, hast Du die Möglichkeit im Studentenwohnheim der Universität zu leben. Die Preise für Einzel- oder Doppelzimmer variieren von 130 bis 230 € im Monat. In jeder Etage gibt es mehrere Bäder und einen Waschraum. Außerdem gibt es dort kostenloses W-Lan. Vom Wohnheim aus ist man innerhalb von 15 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei der Universität.

Freizeit:

Da Riga eine dynamische Studentenstadt ist, in der sich viele junge Menschen aufhalten, in der der Tourismus floriert und in der es kulturell viel zu erleben gibt, hat die Stadt natürlich viele Freizeitangebote für alle Geschmäcker. Es gibt eine Menge Bars, Restaurants, Clubs, Konzerthallen, Theater, Museen und Galerien, die man in der Zeit in Riga erkunden kann. Besonders die Altstadt ist reich an Angeboten. Da man in Riga relativ kalte Winter hat, frieren die Flüsse zu und man sollte diese unbedingt zum Schlittschuhlaufen nutzen. Die Stadt hat zudem schöne Parks, die zur Entspannung, zum Spazierengehen oder Joggen einladen. Außerdem gibt es in Riga verschiedene Festivals und kulturelle Veranstaltungen über das Jahr verteilt, die der Stadt, zusätzlich zu den ständigen Einrichtungen, viel Abwechslung bieten.

Ausgaben:

Wie viel man für einen „normalen“ Monat in Lettland benötigt, ist stark abhängig vom Lebensstil. Unserer Einschätzung nach, gibt man zwischen 400 und 650 Euro im Monat aus. Die Preise sind niedriger als in Deutschland, aber nicht mehr so niedrig, wie noch vor einigen Jahren.

Riga ist Lettlands Hauptstadt, der größte Ballungsraum der baltischen Staaten. In Riga leben knapp 700.000 Menschen. Die Stadt ist bereits im Jahr 1150 gegründet wurden. Seitdem haben dort die unterschiedlichsten Menschen ihre kulturellen Einflüsse hinterlassen, was Riga zu einer besonders abwechslungsreichen Stadt macht. Riga ist politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes. Die Hansestadt ist bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt.

Die langjährige Geschichte Rigas erkennt man noch heute an einigen architektonischen Bauwerken. Das Stadtbild ist von vielen historischen Gebäuden und Denkmälern geprägt und ist 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerben aufgenommen worden. Es gibt wunderschöne alte Straßen, hübsch angelegte Parks und die Nähe zum Wasser geben der Stadt eine besondere Atmosphäre.

Die Bevölkerung setzt sich hauptsächlich aus Letten und Russen zusammen, dazu kommen noch Ukrainer, Polen und einige kleinere Volksgruppen.

Ländername: Republik Lettland, Latvijas Republika
Klima: gemäßigt, aber mit beträchtlichen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen: Sommer warm. Frühling und Herbst kurz und relativ mild, Winter sehr lang (Oktober bis April) mit extremen Minusgraden (bis -30 Grad).
Lage: an der östlichen Küste der Ostsee, grenzt im Norden an Estland, im Süden an Litauen, im Osten an die Russische Föderation und im Südosten an Weißrussland.
Größe: 64.559 qkm
Hauptstadt: Riga (713.016 Einwohner, fallende Tendenz)
Bevölkerung: 2.067.800 Einwohner (62 Prozent Letten, 27 Prozent Russen, 11 Prozent andere)
Landessprache: Lettisch (alleinige Amtssprache); Russisch weit verbreitet
Religionen/Kirchen: Evangelisch-Lutherische Kirche, Römisch-Katholische Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Jüdische Synagogengemeinschaft, Deutsche ev.-luth. Kirche mit 5 Gemeinden

 

Kultur- und Bildungspolitik

Bildung und Kultur haben in Lettland traditionell einen hohen Stellenwert. Das Brauchtum ist in Lettland eine Quelle des Stolzes und der nationalen Identität. So ging die Unabhängigkeitsbewegung der 1980er Jahre als “Singende Revolution” in die Geschichte ein.

Die Erwartungen, die an die deutschen Bildungs- und Kulturmittler gestellt werden, sind daher ebenfalls hoch. Vor allem bei der Förderung der deutschen Sprache und im Hochschulbereich wird von Seiten der lettischen Regierung und lettischer Institutionen ein weiterhin aktives und großzügiges Engagement Deutschlands erhofft.

Deutsch-lettische Kulturprojekte finden größtenteils über die direkte Zusammenarbeit von deutschen und lettischen Institutionen statt, vor allem auf Städte- und Gemeindeebene, zwischen Theatern, Opern, Orchestern, Chören und Museen. Das Goethe-Institut Riga bietet Film-, Theater-, Musik- und Literaturprojekte, Ausstellungen und Vorträge sowie Veranstaltungen der Lehrerfortbildung und Sprachkurse an. Auch Stipendien für Deutschland- und Deutschlernaufenthalte werden vergeben.

Deutsche Sprache

Deutsch ist in Lettland nach Englisch und Russisch die 3. Fremdsprache. Im Schuljahr 2010/11 lernten an 345 von 846 allgemeinbildenden Schulen 25.271 lettische Jugendliche oder jede/r achte Schülerin und Schüler Deutsch. Hier ist in den letzten Jahren leider ein Rückgang zu beobachten. Gleichbleibend hoch ist jedoch das Interesse an Deutsch auf hohem Niveau. So haben rund 60 Schülerinnen und Schüler aus Lettland im Mai 2011 das Deutsche Sprachdiplom II der Kultusministerkonferenz erhalten. 1.500 Personen lernten Deutsch am Goethe-Institut und weitere 2.500 Personen lernten Deutsch an Universitäten.

Hochschullandschaft

An den Hochschulen in Lettland waren 2011/12 ca. 100.000 Studierende eingeschrieben. Das Studium in Lettland ist überwiegend gebührenfinanziert, die Gebühren betragen an staatlichen Hochschulen, je nach Fach und Studienort, zwischen 700 und 2.000 Euro pro Jahr. Die Gebühren der privaten Hochschulen sind in der Regel noch höher. Das Baltisch-Deutsche Hochschulkontor mit Sitz in Riga bietet Information zum Studienstandort Deutschland sowie die örtlichen Curricula ergänzende Lehrveranstaltungen in deutscher Sprache an. Es soll zu einer Plattform nicht nur deutsch-lettischer, sondern auch deutsch-litauischer, deutsch-estnischer und innerbaltischer Hochschul- und Forschungskooperation ausgebaut werden. Derzeit sind 170 deutsch-lettische Hochschulkooperationen bei der Hochschulrektorenkonferenz registriert.