Allgemeine Informationen

Ort: Cluj-Napoca, Rumänien
Sprache: Englisch und Französisch
Bewerbungsprozess: keine Aufnahmeprüfung, einfaches Bewerbungsverfahren
Anerkennung: Anpassung an Bologna-Prozess, EU, USA und weitere Länder

Dieser Studiengang wurde in detailreicher Arbeit zusammengestellt, um den Studenten optimal theoretisch und praktisch vorzubereiten. Im ersten Jahr liegt der Fokus auf allgemein medizinischen Kursen und vertieft sich ab dem zweiten Jahr immer mehr auf dentale Schwerpunkte.

Die Dauer des Studium beträgt 5 Jahre.

Ort

Die Stadt Cluj-Napoca oder Klausenburg, wie es umgangssprachlich genannt wird, ist die viert-größte Stadt in Rumänien. Es ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Transsilvaniens. Dort leben mehr als 305 000 Einwohner in kontinentalem Klima. Klausenburg hat einen eigenen internationalen Flughafen mit Linienflügen nach München (DLH) und Dortmund (WizzAir). Alternativ kann man auch nach Bukarest fliegen.

Bewerbungsprozess

Da es keinen Aufnahmetest an der Universität Cluj-Napoca gibt, werden alle eingereichten Bewerbungen von einem Komitee in Bukarest bewertet. Daher ist es extrem wichtig, dass den Bewerbungshinweisen von ZSA genauestens Folge geleistet wird. Mit unserer Erfahrung helfen wir Dir, damit Deine Bewerbung bessere Chancen auf eine Platzierung hat. Bitte beachte, dass eine früher abgegebene Bewerbung ebenfalls bessere Chancen hat als eine, die später abgegeben wurde.

Unsere Erfolgsquote liegt bei fast 100%!

Der Bewerbungszeitraum läuft bereits. Also verliere keine Zeit!

Anerkennung

Der Abschluss wird in der gesamten EU, USA und weiteren Ländern anerkannt. Der Medizinabschluss wurde an den Bologna-Prozess angepasst.

Die zahnmedizinische Ausbildung begann in Cluj 1919 an einer Abteilung der Medical University of Dacia Superior University. Zwischen 1919 und 1926 stand sie erfolgreich unter der Leitung ihres Gründers, Prof. Dr. George Bilaşcu. Infolgedessen wurde Zahnmedizin als verpflichtender Teil des Medizinstudiums an allen rumänischen Universitäten eingeführt.

1948 wurde am Medizinisch-Pharmazeutischen Institut von Cluj die Zahnmedizinische Fakultät gegründet, welche damals nur drei Abteilungen umfasste: Zahnmedizin, Therapeutische Zahnmedizin sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

Heute werden an der Zahnmedizinischen Fakultät Zahnärzte, europäischen Standards entsprechend, in fortgeschrittener, allgemeiner Zahnmedizin ausgebildet. Die Spezialisten der Fakultät tragen mit ihrer Forschung zur Weiterentwicklung des theoretischen und praktischen Wissens in der Zahnmedizin bei. Unser Lehrplan ist mit Lehrveranstaltungen auf Rumänisch, Französisch (seit 2001) und Englisch (seit 2007) wahrhaft multinational.

aufnahmeverfahrenUm an der University of Medicine and Pharmacy Cluj-Napoca studieren zu können, werden bestimmte Voraussetzungen an die Bewerbungsunterlagen des Studenten gestellt. Diese müssen erfüllt werden damit einer Immatrikulierung nichts mehr im Weg steht. Vorteil des Bewerbungsprozesses an der University of Medicine and Pharmacy Cluj-Napoca: Es gibt keine schriftliche oder mündliche Eingangsprüfung.

An der University of Medicine and Pharmacy Cluj-Napoca  kann das Studium im Oktober begonnen werden.

Bei Interesse stellen wir Dir von ZSA eine Liste der Zugangsvoraussetzungen zusammen und beraten Dich gerne telefonisch. Es ist wichtig, dass Deine Unterlagen pünktlich im angegeben Zeitraum zu uns geschickt werden, damit wir diese auf Fehler prüfen können, und zu kontrollieren ob die Unterlagen den Voraussetzungen entsprichen. Je eher Du uns die Unterlagen zusendest, desto besser sind Deine Chancen aufgenommen zu werden.

Um alle Informationen über die University of Medicine and Pharmacy Cluj-Napoca zu erhalten, sende uns bitte eine E-Mail mit Deiner Anschrift, Festnetznummer, Handynummer, Qualifikationen und einen Nachweis Deines Englischlevels.
Wenn Du bereits einen Hochschulabschluss hast, teile uns bitte mit was für einen und wann
und wo dieser gemacht wurde.

Um mit uns in Kontakt zu treten verwende bitte das Kontaktformular oder ruf uns an unter 01805 – 530 531*.
(*0,14 € / Min. aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunk max. 0,42 €/Min.)

Das ZSA Team freut sich auf Dich.

Die durch an Studium an der Iuliu Haţieganu Universität für Medizin und Pharmazie erlangten Abschlüsse werden vollständig in der EU und darüber hinaus in vielen weiteren Ländern anerkannt.

Die Iuliu Haţieganu Universität für Medizin und Pharmazie ist Gründungsmitglied von zwei bedeutenden nationalen und lokalen Organisationen:

Der Rumänische Verband der Medizinischen und Pharmazeutischen Universitäten (AUMFR) und der Verband der Cluj-Napoca Universitäten (UUC). Sie ist auch Mitglied zahlreicher prestigeträchtiger nationaler, europäischer und internationaler Organisationen:

  • der Rumänische Rat der Hochschulrektoren (CNR)
  • der Rumänische Rat für Titel, Abschlüsse und Akademische Zertifikate (CNATDCU)
  • der Rumänische Rat für Hochschulfinanzierung (CNFIS)
  • der Rumänische Rat für Forschung in der Hochschulbildung (CNCSIS)
  • der Rumänische Rat der Agentur für Qualitätssicherung im Hochschulwesen (ARACIS)
  • der Europäische Universitätsverband (EUA)
  • Agence universitaire de la Francophonie (AUF) und ihre institutionelle Netzwerke: Conférence Internationale des Doyens des Facultés de Médecine d’Expression Française (CIDMEF), Conférence Internationale des Doyens des Facultés de Pharmacie d’Expression Française (CIDPHARMEF), Conférence Internationale des Doyens des Facultés de Chirurgie Dentaire d’Expression Française (CIDCDF)
  • Société Francophone d’Education Medicale (AMEE)
  • Organisation der Doktoratsstudien in der Biomedizin und den Gesundheitswissenschaften im europäischen System (ORPHEUS)
  • Heads of University Management & Administration Network in Europe (HUMANE), (Leiter für Universitätsmanagement und Verwaltungsnetzwerk in Europa)

Hast Du zweifel ob der Abschluss auch in Deinem Land anerkannt wird? Am einfachsten ist es, direkt die Behörden oder Berufsverbänden in dem jeweiligen Land für Informationen über die Bedingungen für die vollständige Registrierung und Anerkennung des Abschlusses zu erfragen.

Sprache

In Klausenburg kann man mit englisch im täglichen Leben gut zurechtkommen. Jugendliche sprechen meist sehr gutes Englisch, besser als die meisten Deutschen Jugendlichen. Dadurch können Sie Ihr Englisch üben und in kurzer Zeit ein hohes Sprachniveau erhalten.

Englisch ist Studiensprache. Vorlesungen, Tests und Examen sind alle auf Englisch. Rumänisch wird dennoch als Pflichtkurs im zweiten Jahr angeboten, da man ein grundlegendes Verständnis der Sprache für die Arbeit im Krankenhaus benötigt. Wir möchten aber noch einmal betonen, dass die Studiensprache Englisch ist!

 

Wohnen

Man kann eine Wohnung in der Innenstadt mieten. Preise starten bei ca. 50-150€ im Monat. Außerdem gibt es Wohnheime, die noch günstiger sind! Wir geben dafür gerne Hilfestellung bei Bedarf.

Wir vermitteln auch an andere deutsche Studenten, die im selben Jahr beginnen und schlagen Wohnungen vor. Bitte melden Sie sich für weitere Information.

 

Ausgaben

Für die meisten EU-Studenten ist Klausenburg wesentlich günstiger als ihr Heimatland. Natürlich hängt dies auch vom dem Lebensstil des Studenten ab. Nach unseren Erfahrungen gibt ein durchschnittlicher Student zwischen 350 und 600€ im Monat aus. Es ist dabei wichtig zu beachten, dass die Unicafés und Mensa gutes Essen für wenig Geld bietet:

Nahverkehrsticket (Eine Richtung) 0,40€
Eine Tasse Kaffee 1€
Alkoholisches Getränk 1-1,50€
Schachtel Zigaretten 1,50€
Getränk aus einem Automaten 0,30€
Zeitung 0,50€
Kinoticket 3€
Flug nach Bukarest 70€

 

Freizeit

Die Stadt bietet ein großes Angebot an Aktivitäten wie Kino, Theater, Diskos, Bars, Einkaufscenter, Museen und Sportanlagen. Die Stadt hat mehr als man zum Leben braucht.

Die beliebtesten Ausgehorte für Studenten sind: La Gaceta, Crema, Obsesión und Oscar Corvinus.

Das Nachtleben erwartet Sie mit offenen Armen!

Sehr spannend sind auch die umliegenden Burgen und Schlösser, wie zum Beispiel Draculas Bran Schloss.

zahnmedizin-studieren-cluj-napocaCluj-Napoca (Klausenburg), im Nord-Westen Rumäniens gelegen, befindet sich inmitten Siebenbürgens. Mit einer Fläche von 179,5 Quadratkilomitern zählt sie zu den größten Städten des Landes. In der Hauptstadt des Kreises Cluj leben über 400.000 Menschen. Mit über zehn praktizierten Religionen verfügt Klausenburg über eine große religiöse Vielfalt, wobei die Mehrzahl der Einwohnerinnen und Einwohner dem orthodoxen Glauben angehören. 23 Prozent der Klausenburger Bürgerinnen und Bürger sind ungarischer Abstammung, was die Stadt zum Mittelpunkt der in Rumänien lebenden Ungarinnen und Ungarn macht, die ansonsten eine Minderheit darstellen. Auch Menschen deutscher Abstammung leben hier; sie machen etwa 2 Prozent der Bevölkerung aus. Neben der offiziellen Landessprache rumänisch, die zu den romanischen Sprachen zählt, sind in Klausenburg auch die Sprachen der Minderheiten zu hören. Die Stadt am Ufer des Somesul Mic Flusses liegt in einer reizvollen Landschaft, die durch Berge, Wälder und großen Wasserreichtum geprägt ist. Neben großen Seen und Stromschnellen gibt es auch einige unterirdische Gewässer.

Das kontinental-gemäßigte Klima beschert Cluj Napoca – so die rumänische Bezeichnung – heiße Sommer und kalte Winter.

 

Geschichte

Klausenburg kann als ehemaliges Zentrum romanischer Kultur auf eine 2.000-jährige Geschichte zurückblicken. Seinen Ursprung nimmt die Stadt jedoch als dakische Siedlung. Im Jahre 106 nach Christus wird sie zur römischen Kolonie, die bald darauf zur Hauptstadt Dacia Porolisensis ernannt wird. In dieser Zeit beginnt die Romanisierung von Sprache und Kultur. In den folgenden 500 Jahren übernehmen Goten, Hunnen, Bulgaren, Awaren, Petschenegen, Komanen und Tataren die Herrschaft.

Nach der Invasion der Tataren im Jahre 1241 siedeln sich Sachsen im Dorf der römischen Festungsanlage Clausenburg an. Die deutsche und auch die ungarische Bezeichnung dieser Festungsanlage gehen auf das lateinische Wort “clausa” – was geschlossener Platz bedeutet – zurück. 1317 erhielt Clausenburg als eine der sieben sächsischen Städtegründungen die Stadtrechte. Im Mittelalter entwickelte es sich zu einer bedeutenden Stadt mit 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Auch in den darauffolgenden Jahrhunderten siedelten sich mehr und mehr Ausländerinnen und Ausländer in Rumänien an, so im 16. Jahrhundert die Ungarn. Im 17. Jahrhundert weiteten die Österreicher ihre Gebietsansprüche auf Ungarn und Siebenbürgen aus. Während der österreichischen Herrschaft wird Klausenburg Regierungssitz; eine Festungsanlage am linken Flussufer wird errichtet. Die hohen Steuerabgaben an die Österreicher führen letztlich zu Emanzipationsbestrebungen, die in der Revolution von 1864 zum Ausdruck kommen. Drei Jahre später wird Klausenburg unter dem Namen Koloszvar Teil des Königreichs Ungarn.

Die Teilnahme am Ersten Weltkrieg bringt viel Leid über die Stadt. Seit 1918 ist Klausenburg rumänisch. Lediglich in den Jahren 1940-1946 geht der Kölner Partner erneut in ungarisches Machtgebiet über. 1944 erhält sie eine weitere Umbenennung: seitdem heißt die Stadt Cluj-Napoca. Der Zusatz Napoca erinnert an den dakischen Ursprung der Stadt.

 

Kultur und Sehenswertes

Die Kölner Partnerstadt, die auch als “Herz von Transsilvanien”  bekannt ist, bietet eine breite kulturelle Vielfalt. Das Teatrul National und das Teatrul Maghiar stehen in der langen Theatertradition der Stadt. Besonders beliebt bei Kindern ist das Puppentheater Puck. Ein breites Repertoire bieten die Opera Romana und die Opera Maghiara.

Klausenburg ist nicht nur der Sitz von musisch Talentierten, sondern auch von literarischen und künstlerisch Kreativen, was die große Anzahl von Festivals und Wettbewerben dokumentiert. Zu einer festen Institution sind etwa das Mozartfestival sowie das zur Erinnerung an den Dichter und Philosophen Lucian Blaga stattfindende Festival geworden, auf dem Gedichte vorgetragen werden.

Die rumänische Stadt ist, ähnlich wie Köln, ein Mekka für Museumsinteressierte. Neben dem Kunst- und Literaturmuseum ist das Muzeul National de Istori a Transilvaniei, das die Geschichte Transsilvaniens präsentiert, hervorzuheben. Köln und Klausenburg haben außer der Kunst und den Museen noch eine dritte Gemeinsamkeit. In beiden Städten spürt man das typische Ambiente einer Universitätsstadt.

Die künstlerische Orientierung der Stadt ist ebenso allgegenwärtig. Dies schlägt sich besonders in der Architektur nieder. Alle in Europa dominierenden Baustile des Mittelalters und der Neuzeit sind hier vertreten. Sehenswert sind sicher die Paläste Banffy aus dem 18. Jahrhundert und Teleki, im Stil der Neoklassik erbaut.

Eine vierte Gemeinsamkeit beider Städte sind die Kirchen. Kennzeichnend in Klausenburg  ist der Reichtum an Kirchenbauten, die vor allem wegen ihrer Kunstschätze, wie in Silber und Gold gefasste Ikonen, sehenswert sind. Besonders hervorzuheben ist die römisch-katholische Michaelskirche aus dem 14. Jahrhundert, das größte Gotteshaus dieser Art in Transsilvanien. Der gotische Bau – der Kölner Dom ist auch gotischen Baustils – konnte in der nahezu 200-jährigen Bauzeit nicht vollendet werden. Die Kirche besitzt nur einen statt der geplanten zwei Türme.

Wer auf den Spuren von Graf Dracula wandeln möchte, dem sei ein Besuch auf Schloss Bran in der Nähe von Kronstadt empfohlen. Das Anwesen ist der angebliche Wohnort des Prinzen Vlad Tepes, der als Inspirationsquelle für die Romanfigur diente.

 

Anreise

Flugzeug

Cluj-Napoca verfügt über einen eigenen Flughafen und wird aus Deutschland von Lufthansa, WizzAir und Carpatair angeflogen. Flüge gibt es bereits ab unter 60 Euro.

Vom Flughafen aus fährt die Buslinie 8, Haltestelle an der Hauptstraße auf der Straßenseite der Flughafengebäude, direkt in die Innenstadt. Allerdings werden am Flughafen und im Bus keine Fahrscheine verkauft, diese können am Bilete-Häuschen für 3 RON erstanden werden (Stand: Januar 2010) und sind für zwei Fahren gültig.

Mit lizenzierten, offiziellen Taxis kostet die Fahrt vom Flughafen zum Stadtzentrum ca. 20 bis 25 RON (Tagtarif), nachts etwa 10% mehr. Festpreise über diesen Tarifen sollten nicht akzeptiert werden. Offizielle Taxis sind an gelben Aufklebern mit dem Kennzeichen sowie am Preisschild an der Fahrer- bzw. Beifahrertür zu erkennen. Der Preis beträgt tagsüber RON 1,79 als Grundgebühr sowie 1,79 RON je km bzw. 17,90 RON je Stunde. Nachts (22 bis 6 Uhr) erhöht sich der Preis auf 1,99 resp. 19,99 RON. Wer darauf achtet, dass der Fahrer auch sein Taxameter aktiviert (Anzeige ändert sich von LIBER auf den aktuellen Fahrpreis), kommt sicher und günstig ans Ziel. Transferangebote z.B. von Wizzair sollten aufgrund des überhöhten Preises von 10 EUR und mehr nicht in Anspruch genommen werden.

Bahn

Cluj-Napoca liegt an diversen Fernbahnlinien der rumänischen Eisenbahngesellschaft CFR. Unter anderem werden mehrmals täglich die Strecken nach Brasov (über Medias) und Oradea angefahren. Es bestehen ebenso Direktverbindungen nach Bucuresti, Iasi, Timisoara und in den Norden Rumäniens Richtung Satu Mare. Der Preis der Züge richtet sich nach der Zugklasse. Insbesondere Fahrten mit den PERSONAL-Zügen erfordern etwas mehr Zeit und Geduld, sind dafür aber preislich attraktiv (ca. 0,1 RON / km). Zugreisende sollten mit teils erheblichen Verspätungen rechnen, die Durchschnittsgeschwindigkeit lässt sich erfahrungsgemäß mit ca. 40-45km/h Wegstrecke kalkulieren. Weiter Information finden sich auf der [www.infofer.ro Webseite der Rumänischen Eisenbahngesellschaft CFR].

Bus

Von Budapest (Busbahnhof Nepliget und vom Flughafen) verkehren regelmäßige Minibusse und auch größere Busse (Orangeways und weitere) halten auf direktem Wege in Klausenburg. Die Fahrt kostet ca. 20 Euro und dauert etwa 7 Stunden.

Auto

Die Innenstadt von Cluj-Napoca ist durch ein auf den ersten Blick sehr verwirrendes Einbahnstraßensystem geprägt, insbesondere Fahrten in der Gegend zwischen Piata Unirii und Piata Stefan Cel Mare sind für Besucher eher verwirrend, da die Beschilderung nicht unbedingt ausreichend und deutlich ist. Insgesamt ist der Verkehr insbesondere zu den Morgen- und Abendzeiten während des Berufsverkehrs ein kleines Abenteuer.

Für Besucher empfiehlt es sich, das Auto an der Unterkunft abzustellen und für kurze Fahrten eher auf Taxis zurückzugreifen.

Ländername: Rumänien (România)
Klima: Kontinental (Sommer heiß – bis zu 40° Celsius; Winter kalt; insgesamt trockener als in Deutschland)
Lage: Südosteuropa, angrenzend im Nordwesten an Ungarn, im Norden an die Ukraine, im Osten an die Republik Moldau und das Schwarze Meer, im Süden an Bulgarien und im Westen an Serbien
Größe des Landes: 237.500 qkm
Hauptstadt: Bukarest, etwa 1,9 Millionen Einwohner (2008)
Bevölkerung: 19 Millionen Einwohner (vorläufiges Ergebnis der Volkszählung 2011)
Landessprache: Rumänisch
Religion, Kirchen: Rumänisch-orthodox 87 Prozent, römisch-katholisch etwa 5 Prozent, griechisch-katholisch etwa 1 Prozent, und andere

 

Kulturpolitik

Rumänien verfolgt eine aktive Kulturpolitik, um das rumänische Kulturerbe zu erhalten, kämpft aber zunehmend auch im Kulturbereich mit Haushaltszwängen. Hochkarätige Veranstaltungen wie das George Enescu-Festival und die Jazz-Festivals in Hermannstadt/Sibiu und Bukarest sowie die aufstrebende junge Filmindustrie finden international hohe Anerkennung. Gleichzeitig haben viele Theater, Opernhäuser, Bibliotheken und nationale Denkmäler wie die siebenbürgischen Kirchenburgen nicht genügend Mittel, um die dringend erforderlichen Sanierungen in Angriff zu nehmen.

Hermannstadt/Sibiu war im Jahre 2007 europäische Kulturhauptsadt. Das rumänische Kulturinstitut (ICR) beteiligt sich auch im Inland an Projekten internationaler Kulturmittler.

Rumänien hat Zugang zu den EU-Fördermitteln und erhält Mittel des Europarats und der Weltbank für Projekte zum Erhalt des kulturellen Erbes. Bis dato wurden sieben Mal unterschiedliche Sehenswürdigkeiten oder Gebäude Rumäniens in die Liste der UNESCO aufgenommen, wie z.B. die Kirchenburgen Siebenbürgens oder das Donau-Delta.

 

Bildungspolitik

2011 wurde das neue Bildungsgesetz verabschiedet, welches das bisher gültige Gesetz aus dem Jahr 1998 ersetzt. Wesentliche Bestandteile des neuen Gesetzes sind die Reform des Schulwesens mit der Verkürzung der Oberstufe von vier auf drei Jahre wie auch die Umstrukturierung der Universitäten. Letztere erfolgte nach US-amerikanischem Vorbild, d.h. einzelne Lehrstühle wurden in Departements zusammengefasst. Außerdem wurde die Finanzierung der Universitäten von der bisherigen Ex-Post Finanzierung auf eine Ex-Ante Finanzierung umgestellt.

Auch nach Inkrafttreten der gesetzlichen Änderungen bleibt ein großer Reformbedarf bei Qualifizierung und Weiterbildung des Lehrpersonals. Eine besondere Herausforderung stellt weiterhin das enorme Lohngefälle zwischen Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft und gering vergüteten Stellen im Bildungssektor dar.

Das staatliche Bildungswesen ist kostenfrei. Ein Berufsbildungswesen wie in Deutschland besteht in Rumänien nicht. Schulabgänger gehen in der Regel nach Ableistung der Pflichtschuljahre direkt in den Beruf. Diejenigen, die das Baccalaureat erworben haben, können anschließend an verschiedenen Fachhochschulen oder an privaten und staatlichen Universitäten studieren.

Im Fremdsprachenbereich wird an erster Stelle Englisch gelernt, gefolgt von Französisch und Deutsch.

Das deutschsprachige Schulwesen (sowohl Deutsch als Muttersprache als auch Deutsch als Fremdsprache) ist in Rumänien historisch bedingt gut ausgebaut, wegen der prekären Situation der Lehrer jedoch akut bedroht. Am Goethe-Kolleg in Bukarest und dem Lenau-Lyzeum in Temeswar gibt es je eine deutsche Spezialabteilung, an denen sowohl das deutsche Abitur als auch das rumänische Baccalaureat erworben werden können. Wegen obligatorischer Fächer in der Landessprache sind diese Schulen jedoch nicht für Schüler geeignet, die sich nur vorübergehend in Rumänien aufhalten. Deutsch wird an über 140 Schulen und 160 Kindergärten umfassend vermittelt. Darüber hinaus bieten 19 rumänische Universitäten 73 deutschsprachige Fachstudiengänge, oft mit Unterstützung aus Deutschland und Österreich, an. Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) ermöglicht es, in Kombination mit dem Baccalaureat an deutschen Universitäten zu studieren, sofern sonstige Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind.

 

Situation der Medien, Kirchen und Minderheiten

Pressefreiheit ist grundsätzlich gewährleistet. Das wichtigste Medium des Landes ist das Fernsehen, gefolgt vom Internet – „Blogs“ sind sehr beliebt. Printmedien haben nur eine geringe Leserschaft. Zwar ist die Medienvielfalt insgesamt groß – es gibt rund 15 überregionale Tageszeitungen, über 70 private Fernsehkanäle und 150 private Rundfunkstationen – doch ist die Meinungsvielfalt aufgrund von Konzentrationsprozessen beschränkt.

Die Religionsfreiheit ist durch die Verfassung garantiert. Die Orthodoxe Kirche, der 87 Prozent der Rumänen angehören, hat großen gesellschaftlichen und politischen Einfluss. Neben der Orthodoxen Kirche bestehen 15 weitere anerkannte Religionsgemeinschaften.

In Rumänien leben 20 anerkannte Minderheiten, die staatlich unterstützt werden und im Parlament vertreten sind.

Zivilgesellschaftliche Strukturen wie Menschenrechtsorganisationen werden zunehmend öffentlich wahrgenommen.